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Gipsexpansion richtig genutzt!

Bei herkömmlichen Pinmodellen (auf Gipssockel) treffen mehrere Expansionsformen aufeinander. Zum einen ist bei der Herstellung des hufeisenförmigen Zahnkranzes der Weg der linearen Gipsexpansion im äußeren Bereich etwa dreimal größer als der im inneren. Die Folge sind gravierende Dimensionsveränderungen. Zum anderen verläuft die Gipsexpansion bei der anschließenden Herstellung des Gipssockels (Vollmodell) gleichmäßig aus dem Modell-Zentrum heraus in dreidimensionaler Richtung und hat somit eine nochmalige, in diesem Falle negative Auswirkung auf das Pinmodell.

Zahnkranz
Gipssockel (Vollmodell)
Zahnkranz auf Gipssockel

(Wilhelm H. Kiefer: "Mit Grips and den Gips"/Quintessenz Verlag)

Unser model-tray-Modell (Vollmodell) macht sich die aus dem Modell-Zentrum heraus verlaufende Expansion zunutze. Sie beträgt gemäß wissenschaftlichen Erkenntnissen in ihren Referenzwerten etwa nur ein Fünftel der peripher einwirkenden, linearen Gipsexpansion eines hufeisenförmigen Zahnkranz-Modells.

Diese Gipsexpansion von ca. 0,08 % ist sogar erwünscht, um die nach Abdrucknahme auftretende Kontraktion der Abformmassen auszugleichen (Abbindekontraktion und Entfernen des Abdrucklöffels aus der warmen Mundhöhle).

Infolge der thermischen Expansion des Socklers durch die freiwerdende Wärme beim Abbinden des Gipses passt sich der fabrikneue model-tray-Sockler ebenfalls der Form des expandierten Modells genau an.

 

Keine abweichenden Referenzwerte

Unterschiedliche Referenzwerte der Gipsexpansion bei Vollmodellen und hufeisenförmigen Zahnkranz-Modellen.

model-tray-Modelle als Vollmodelle weisen keine unterschiedlichen transversalen Gipsexpansionswerte zwischen den Frontzahnbereichen und den hinteren Seitenzahnbereichen auf, wie sie bei hufeisenförmigen Zahnkranz-Modellen auftreten.

 

Referenz-Punkte beim Abdruck

A-A / B-B

Referenz-Punkte beim
model-tray-Modell

A1-A1 /
B1-B1

Referenz-Punkte beim
Zahnkranz-Modell

A2-A2 /
B2-B2